Sinuslift

Wie bereits beschrieben, wenden wir in unserem Kompetenzzentrum für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie (MKG) verschiedene Knochenaufbaumaßnahmen an, wenn ein Knochendefizit des Kiefers beispielsweise vor einer Implantation von uns diagnostiziert wird.

Zu den knochenchirurgischen Verfahren, die dem Knochenaufbau dienen, zählt auch der so genannte Sinuslift, bei dem man den internen und externen Sinuslift unterscheidet. Der Sinuslift bezieht sich ausschließlich auf die Knochenaugmentation (Knochenaufbau) im Oberkieferbereich.

Hinsichtlich des internen Sinuslifts bemessen wir zunächst anhand von 3D-Aufnahmen des Oberkieferknochens das vorliegende Knochenangebot. Besteht aufgrund eines leichten Knochendefizits die Gefahr, dass ein Implantat die Kieferhöhle durchstoßen könnte und somit den Eintrag von Keimen aus der Mundhöhle nach sich ziehen würde, setzen wir den internen Sinuslift ein.

Die Schneider’sche Membran, welche die Kieferhöhle auskleidet, wird von uns, nachdem der Kanal für das Implantat gebohrt wurde, in Millimeterschritten angehoben, und der entstandene Zwischenraum wird mit Knochenersatzmaterial (KEM) gefüllt. Dies geschieht im Zuge der Implantation. Auf diese Weise verhindern wir eine Perforation der Kieferhöhle und bieten dem Implantat einen optimalen Halt.

Hingegen wählen wir für den externen Sinuslift einen anderen Zugang als beim internen Sinuslift. In diesem Fall öffnen wir den fazialen Knochen im Bereich der unteren Kieferhöhle, ohne dabei die Schneider’sche Membran zu verletzen. Im Anschluss daran lösen wir die Membran vorsichtig vom Knochen ab und füllen den entstandenen Raum mit KEM auf.

Wenn das Knochenangebot im Oberkiefer sehr gering ist, warten wir zunächst die Heilungsphase von einem halben Jahr ab, bevor wir das Implantat setzen. Allerdings können wir den externen Sinuslift auch im Rahmen der Implantation durchführen, wenn der Knochenmangel von uns nur als gering bewertet wird. 

Abb. 21: Externer Sinuslift