Speicheldrüsenerkrankungen

Zu den Hauptspeicheldrüsen des Menschen zählen die Ohr-, Unterkiefer- und Unterzungenspeicheldrüse. Abgesehen davon gibt es kleinere Speicheldrüsen, die in der Mundhöhle verteilt sind. Die Drüsen sind für die Speichelproduktion zuständig: Der Speichel dient der Befeuchtung der Mundhöhle, spielt eine wesentliche Rolle beim Schlucken und bei den Vorverdauungsprozessen der Nahrung im Mund. Des Weiteren wirkt er antibakteriell und schützt so die Schleimhäute und Zähne vor Keimen.

Speicheldrüsenerkrankungen verursachen Schmerzen und Schwellungen, zum Beispiel vor dem Ohr. Bekannt ist die Kinderkrankheit „Mumps“, bei der die Ohrspeicheldrüse durch Viren infiziert wird und schmerzhaft anschwillt. Darüber hinaus können aber auch Bakterien zu Entzündungen der Speicheldrüsen führen.

Weitere Beschwerden der Speicheldrüsen können durch so genannte Speichelsteine verursacht werden, welche die Abgabe des Speichels in die Mundhöhle verhindern. Durch die Stauung des Speichels werden ebenfalls Schmerzen und Schwellungen verursacht.

In unserem Kompetenzzentrum für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie (MKG) diagnostizieren wir Erkrankungen der Speicheldrüse mit einer Reihe von strahlungsarmen und hochauflösenden Röntgenverfahren:

  • Das digitale Orthopantomogramm (OPG) liefert eine aussagekräftige Übersichtsaufnahme der Zähne, des Kiefers und der Kiefergelenke.
  • Das digitale Fernröntgenseitenbild bildet den Schädel mit Kiefern und Zähnen ab.
  • Der digitale Zahnfilm liefert Röntgenaufnahmen von Teilbereichen des Zahnsystems.
  • Die hochauflösende Digitale Volumentomografie (DVT) bietet eine Auflösung von 0,25 mm und stellt die Gewebestrukturen dreidimensional dar.

In der Regel behandeln wir die entzündlichen Prozesse je nach Auslöser mit antibakteriell oder antiviral wirkenden Medikamenten. Darüber hinaus werden diagnostizierte Speichelsteine in einem chirurgischen Eingriff entfernt, in dem zum Beispiel der gang geweitet wird.

Ein weiterer Befund hinsichtlich der Speicheldrüsen kann auch eine verminderte Speichelmenge sein, die zu einer trockenen Mundschleimhaut führt. Im Rahmen unserer umfangreichen Diagnostik stellen wir zunächst die Ursache fest, da es hier verschiedene Auslöser gibt. Beispielsweise können eine Strahlentherapie oder hormonelle Schwankungen zu Mundtrockenheit führen.

Bei anhaltenden Beschwerden und beim Auftreten von Verhärtungen der Speicheldrüsen führen wir eine Tumor-Diagnostik durch. Innerhalb eines chirurgischen Eingriffs entfernen wir den Tumor und nehmen eine Gewebeprobe, um die Gut- oder Bösartigkeit des Geschwulstes festzustellen. Im Falle von bösartigen Tumoren leiten wir in Kooperation mit den Onkologenweitere Behandlungen ein.