Schlafapnoe

Die Schlafapnoe zeigt sich durch auftretende Atmungsstörungen während des Schlafs. Deutliches Warnsignal ist hier lautes und unregelmäßiges Schnarchen.

Im Schlaf erschlaffen die Muskeln und der Bereich des weichen Gaumens zwischen Zungenansatz und Zäpfchen wird verengt, wodurch das Luftholen erschwert wird. Dies deutet auf eine obstruktiveSchlafapnoe hin.

Schlafapnoe-Patienten klagen häufig über Antriebslosigkeit und Tagesmüdigkeit. Sie finden keinen erholsamen Schlaf, da sie nachts aufgrund der unregelmäßigen Atmung nicht ausreichend Sauerstoff bekommen und teilweise sogar Atemstillstände haben.

Eine unbehandelte Schlafapnoe steigert darüber hinaus das Risiko für Bluthochdruck, Herzrhythmusstörungen, Herzinfarkt und Schlaganfall.

Es gibt unterschiedliche Therapieansätze, wie Schlafapnoe behandelt werden kann. In unserem Kompetenzzentrum für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie (MKG) wenden wir vor allem zwei Methoden an: die Aufbissschienentherapie sowie chirurgische Korrekturen.

Nach eingehender Diagnostik und Beratung nehmen wir im Zusammenhang mit der Schienentherapie zunächst Abdrücke Ihres Ober- und Unterkiefers. Diese verwenden wir, um eine für Sie individuell angepasste Silikonschiene herzustellen, Diese Schiene setzen Sie nachts ein, wodurch Ihre Atemwege offen gehalten werden und die Atmungsstörungen verhindert werden.

Diagnostizieren wir allerdings eine Kieferfehlstellung, die zur Schlafapnoe führt, korrigieren wir diese im Rahmen eines kieferchirurgischen Eingriffs. Nach einer eingehenden Funktionsdiagnostik setzen wir knochenchirurgische Verfahren ein, auf die wir unter „Dysgnathie-Chirurgie“ näher eingehen.

Des Weiteren kann auch bei entsprechendem Befund eine Korrektur der Nasenscheidewand bei einigen Schlafapnoe-Patienten zur Besserung der Atmung führen.

Abb. 19: Schlaf-Apnoe-Patient mit Sauerstoffversorgung über Maske