Präprothetische Chirurgie

In unserem Kompetenzzentrum für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie (MKG) führen wir Eingriffe im Bereich der präprothetischen Chirurgie durch, die als Vorbereitung für Implantationen und Protheseneingliederungen dienen.

In diesem Zusammenhang wird der Kieferknochen durch knochenchirurgische Maßnahmen aufgebaut, um einen festen Halt der Implantate oder Prothesen zu gewährleisten.

Abb. 24: Schleimhautgetragene Vollprothese 

Knochenabbauprozesse können entstehen, wenn Zahnlücken nach einem Zahnverlust nicht schnellstmöglich versorgt werden. Da die Reizleitung des Zahns in den Knochen ausbleibt, zieht sich die Knochensubstanz zurück. Da Implantate sowie Prothesen jedoch ein ausreichendes Knochenbett benötigen, müssen wir den Knochen wiederaufbauen.

Im Rahmen eines ausführlichen Aufklärungs- und Beratungsgesprächs klären wir Sie über die notwendigen Schritte auf. Danach gehen wir zu den diagnostischen Methoden über, indem wir Ihre Mundhöhle gründlich untersuchen. Hilfreich ist hierbei auch der Einsatz des Digitalen Volumentomografen, mit dem wir die Kieferknochen und die angrenzenden Gewebe dreidimensional darstellen können. Diese Technik gewährt uns einen präzisen Einblick in das vorgesehene Operationsfeld.

Des Weiteren können wir zur Optimierung der Prothesenstabilität den Kieferknochen chirurgisch ausformen. Hier gilt es, ein Überangebot an Knochenmasse zu entfernen und die angrenzenden Weichgewebe an die neue Situation anzupassen.

Einige unserer Patienten zeigen eine unverhältnismäßig starke Ausbildung der Mundschleimhaut. Diese wuchernden Gewebe entfernen wir im Rahmen eines kleinen chirurgischen Eingriffs, um die Gefahr von Entzündungen und Druckstellen unter den Prothesen zu unterbinden.