Transplantation von Eigenknochen oder Knochenersatzmaterial

Unser Kompetenzzentrum für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie (MKG) bietet Ihnen im Falle von stark zurückgebildetem Kieferknochen Kieferaufbauplastiken an.

Den Knochenaufbau führen wir je nach vorliegendem Befund mit körpereigenem Knochenmaterial oder Knochenersatzmaterial (KEM) durch. Besonders hinsichtlich einer bevorstehenden Implantation ist das ausreichende Knochenangebot zur Aufnahme der künstlichen Zahnwurzel (Implantat) absolut notwendig, da ansonsten sein optimaler Halt nicht gewährleistet werden kann und somit der Verlust des dentalen Implantats riskiert wird.

Rotationssymmetrisches Implantat mit Zahnersatz (Krone)

Abb. 20: Rotationssymmetrisches Implantat mit Zahnersatz (Krone)

Wir gewinnen körpereigenen Knochen in einem separaten Eingriff entweder aus dem Beckenkamm oder aus dem Unterkiefer. Das ist abhängig von der geforderten Knochenmenge. Der transplantierte Knochen wird an Ort und Stelle mit Titanschrauben fixiert, die wir später nach Abheilung wieder entfernen. Für die Heilungsphase kalkulieren wir etwa vier bis sechs Monate, bevor das Implantat eingesetzt werden kann. Eigenes Gewebe als Transplantationsmaterial ist vorteilhaft, da es keinerlei Abstoßungsreaktionen des Körpers auslöst.

In leichteren Fällen verwenden wir Knochenersatzmaterial (KEM), das während der Implantation in den Operationsbereich eingebracht wird. Das KEM besteht aus Kalziumderivaten, Silikaten oder Keramikverbindungen. Nach Einbringung des KEM in die Implantatzone lagern sich Knochenzellen an die Partikel an und bilden ein neues Knochenbett für das Implantat. Darüber hinaus ist es uns möglich, Kollagenmembranen sowie Ihr Eigenblut zu nutzen, um die Einheilung zu beschleunigen.

Zu den knochenchirurgischen Verfahren, die in unserem Kompetenzzentrum MKG zur Anwendung kommen, zählt darüber hinaus die so genannte Sandwich-Plastik. In einem chirurgischen Eingriff teilen wir den vorhandenen Kieferkammknochen ähnlich wie bei einem Sandwich. Danach fügen wir ein Knochentransplantat oder KEM in den Spalt ein. Dadurch erzielen wir hervorragende Voraussetzungen für die folgende Implantation.

Eine besondere Knochenaufbautechnik ist der Sinuslift, auf den wir im folgenden Kapitel näher eingehen werden.

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